Verschiedene Vertonungen des Gründonnerstags-Antiphon Ubi Caritas  wurden in der Goldacher Herz-Jesu-Kirche von vox nova jeweils in Perfektion präsentiert, dabei vermittelte der berührende Gesang im Vorgriff auf das Ostergeschehen durch leise, außergewöhnliche Töne bereits Trost und Hoffnung  - unter den Vertonungen von Petr Eben, Bruckner, Zelenka und de Victoria war auch eine Uraufführung des für dieses Konzert eigens komponierten Werks von Jakub Neske...

Der Hallberger vom 05.04.2017: "Vox nova: Kirchenmusik der besonderen Art

 Es gibt Konzerte, bei denen man über das Verklingen des letzten Tones hinaus die Schönheit der gerade gehörten Musik weiterhin genießen möchte. In der Konzertreihe erstKlassik war „Ubi Caritas“ des Chors „vox nova“ unter Leitung von Andreas Stadler ein solches Konzert, außergewöhnlich und berührend.

Ubi Caritas ist eine Antiphon, ein Wechselgesang, der in der Liturgie des Gründonners tags, überwiegend zur Fußwaschung, gesungen wurde. Zu hören war sie in den Verto- nungen von Maurice Duruflé und Ola Gjeilo, Jakub Neske und Petr Eben zu hören. Dazwischen schoben sich Stücke von Francisco Guerrero, Tomás Luis de Victoria, Jan Zelenka, Francis Poulenc und Anton Bruckner. Die Faszination des Konzertes, welches in Hall- bergmoos etwas Neues und Besonderes war, lag in den feinen und leisen Tönen. Am hervorstechendsten und zugleich faszinierendsten war das Stück des erst 30-jährigen Neske, an den vox nova einen Kompositionsauf- trag vergab. Der Gesang wurde begleitet von Sprechpassagen sowie Rezitaten des Ubi Caritas Textes, ein in den Tönen aufsteigendes glissando-ähnliches „Amen“ überraschte zum Schluss. „Die Noten haben wir erst Anfang des Jahres bekommen, das war spannend“, so Stadler. ...“

(Text/Foto: sab)

 

 erstklassik stadler 2017 03 27

 

Erstklassik-Musikvideos

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Violin & Gershwin-Quartet
Sonate für Cello und Klavier in g-moll op. 19 von S. Rachmaninow 33:10
Prof. Guido Schiefen, Cello & Olga Domnina, Klavier
Allegro non troppo aus dem Klaviertrio op. 67 von D. Schostakowitsch 2:54
Natalia Raithel, violin; David Grigorian, cello; Vladimir Genin, piano